Skip to main content

So gestalte ich dein Logo – mein Designprozess von A-Z

von Nicole van Meegen, 05.03.2019
von Nicole van Meegen, 

Was umfasst die Vorbereitung für ein Logodesign? Welche Schritte gibt es bei der Gestaltung? Welche Daten stelle ich dir zur Verfügung? Hier zeige ich dir meine Vorgehensweise am Beispiel eines Kundenlogos.

  1. Vorbereitungen für das Logodesign

  2. Sichtung des Wettbewerbs

  3. Logo Skizzen

  4. Recherche und Testen

  5. Digitale Entwürfe des Logos

  6. Logofarben

  7. Auswahl des finalen Logos und Zusammenstellung der Dateiformate

Um einige Punkte auch optisch zu verdeutlichen, zeige ich dir in diesem Artikel die einzelnen Schritte am Beispiel der Logogestaltung für die R2B Finanzmanufaktur.

Los geht es mit den

1. Vorbereitungen für das Logodesign

Bevor ich in die Logoerstellung starte, stelle ich Informationen zu deinem Unternehmen zusammen. In der Regel gibt es dazu ein Erstgespräch per Telefon oder persönlich.

Ich bitte dich dann unter Anderem, mir dein Unternehmen bzw. deine Geschäftsidee in zwei bis drei kurzen Sätzen zu erklären. (So wie du es auch deiner Zielgruppe vorstellen würdest.)

Und ich sende dir eine kurze Liste mit Fragen, um dich, deine Idee und dein Unternehmen kennenzulernen.

  • Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

  • Sind der Zielgruppe bestimmte Werte besonders wichtig?

  • Über welche Kanäle wirst du mit deiner Zielgruppe hauptsächlich kommunizieren?

  • Gibt es unmittelbare Wettbewerber?
    (Zum Beispiel in deinem Stadtteil, wenn dein Unternehmen vor allem lokal agieren wird – beispielsweise mit einem Ladenlokal.)

Die Ergebnisse dieser Faktensammlung schaue ich mir im Anschluss dann in Ruhe an und häufig entstehen hierbei schon die ersten Ideen für dein Logo.

Am Ende dieses Artikels findest du die vollständige Liste meiner Vorbereitungsfragen zum Download.

2. Sichtung des Wettbewerbs

Höchstwahrscheinlich wirst du mir ein bis drei unmittelbare Wettbewerber nennen können. Ich sehe mir deren Logos und Websites an und schaue, welchen optischen Stil sie nutzen.

Fragen, die ich mir dabei beantworte sind zum Beispiel:

Wie wirken die Logos?
Welche Besonderheiten der Branche sind zu beachten?
Wie gehen die Wettbewerber auf die Zielgruppe zu?

3. Logo Skizzen

Der nächste Schritt sind dann die ersten Logo Skizzen (Scribbles). Ich habe irgendwann für mich festgestellt, dass es gut ist, zuerst die Ideen »rauszulassen«, die in meinem Kopf während der Vorbereitungsphase entstanden sind. Ich zeichne in mein Skizzenbuch die groben Ideen.

Was die Skizzen angeht, bin ich ein ziemlich manueller Mensch :). Ich mag es am liebsten, die Logos auf Papier zu zeichnen – meistens in mein kleines Skizzenbuch.

Ich nehme das Skizzenbuch mit, wenn ich unterwegs bin. So skizziere ich Logoideen häufig auch während einer Zugfahrt.

Beispiel für die R2B Finanzmanufaktur:

Die Logoscribbles für diesen Kunden sind ebenfalls größtenteils während einer Zugfahrt entstanden.

Beide Geschäftsführer sind Profis aus der Bankenbranche und können dank ihres umfangreichen Hintergrundwissens gezielt kaufmännisch und betriebswirtschaftlich beraten.

Das Logo soll den Manufaktur Charakter zeigen (persönliche Beratung und Vertrauen stehen im Vordergrund). Eine schlichte und edle Wirkung ist ebenfalls wichtig.

Bereits während unseres Vorgesprächs kristallisierte sich heraus, dass die Zeichen R2B als eine Art Icon im Vordergrund stehen sollen.

In meinen Scribbles habe ich außerdem getestet, ob eine Kombination mit schlichten geometrischen Formen sinnvoll ist.

4. Recherche und Testen

Zur Recherche für ein Logodesign gehören verschiedene Punkte. Wichtige Bestandteile sind die Schriftrecherche und das Testen möglicher Schriften. Außerdem vergleiche ich meine Skizzen mit anderen Logos aus der Branche.

Für einen Schrifttest setze ich den geplanten Firmennamen häufig in unterschiedlichen Schriften und beurteile Kontrast, Lesbarkeit, Umfang der Schriftfetten und Schriftzeichen (Glyphen).

Beispiel für die R2B Finanzmanufaktur:

Das Logo von R2B sollte typografisch sein, daher habe ich dabei noch einen genauen Blick auf einzelne Buchstabenformen und -kombinationen geworfen.

Letztendlich dient nun die Schrift Cinzel als Basis für die Formen der Zeichen R und B, die ich dann noch manuell angepasst habe.

5. Digitale Entwürfe des Logos

Seit einiger Zeit bin ich dazu übergegangen, Logos zuerst in schwarz-weiß zu gestalten und mich erst in einem späteren Schritt um die Farbgestaltung zu kümmern.

So kann ich den Fokus rein auf die Formen, Anordnung der Elemente und die Wirkung der Schrift legen.
Die schwarz-weiß Entwürfe sende ich dir dann als PDF-Übersicht und du wählst ein oder zwei Favoriten, an denen weitergearbeitet werden soll.
Wenn es jetzt Wünsche für formale Anpassungen gibt, setze ich diese um und stimme sie erneut mit dir ab.

6. Logofarben

Nach der Freigabe deines/deiner schwarz-weiß Favoriten starte ich in die Zusammenstellung der Farben. Während der Gestaltung, der schwarz-weiß Entwürfe habe ich bereits bestimmte Farben und Farbkombinationen im Sinn, die zum Thema und zu der Branche passen.

Natürlich ist es ebenso möglich, dass schwarz genau die »Farbe« ist, die zu deinem Logo passt.

Zur Verfeinerung der Farbideen und zur Zusammenstellung von Variationen nutze ich zum Beispiel Farbkarten oder Farbfächer.

Auch hier bin ich wieder eher manuell unterwegs. Ich habe die Farben gerne in der Hand, halte sie nebeneinander und ordne verschiedene Farbkombinationen an.

Sobald ich entsprechende Farbkombinationen gefunden habe, wende ich sie auf die digitalen Entwürfe an – nehme gegebenenfalls noch etwas Finetuning vor –  und sende dir die Farbversionen zur Ansicht.

Wenn du Wünsche für Farbanpassungen hast, setzen wir diese bei diesem Schritt um.

7. Auswahl des finalen Logos und Zusammenstellung der Dateiformate

Nachdem du das finale Logo ausgewählt hast, liefere ich es dir als verschiedene Dateivarianten:

svg

  • Vektorgrafik für Bildschrimdarstellung und Website

  • verlustfrei vergrößer und verkleinerbar

  • in farbig und weiß jeweils auf transparentem Hintergrund

eps

  • Vektorgrafik für Printprodukte

  • verlustfrei vergrößer und verkleinerbar

  • in farbig, schwarz für Stempel, und in weiß

  • als offene Daten mit bearbeitbarem Text und als vektorisierte (in Pfade konvertierte) Version

png oder jpg

  • in farbig und in weiß jeweils auf transparentem Hintergrund (bei png)

Das ganze bekommst du per E-Mail in einer übersichtlichen Ordnerstruktur, die du auf deinem Rechner speichern kannst. So hast du immer den Zugriff auf deine Logos und musst nicht suchen.

Auf Wunsch erstelle ich gerne einen Styleguide für dein Logo, mit dem du immer die Übersicht über die Farben (Farbcodes), Schriften und Logovarianten deines Corporate Designs behältst.

Kann ich dich mit einem professionellen Logodesign unterstützen?

Dann nimm jetzt Kontakt auf.

Brauchst du ein Starterpaket in dem zum Beispiel Logodesign, Visitenkarte und Briefbogen enthalten sind? Dann schau dir mein Corporate Design-Paket an.

 

Und hier der oben angekündigte Download mit der Fragenliste:

Wie am Anfang des Artikels versprochen, führt dich dieser Link zum Download meiner Fragenliste. Sie enthält alle Fragen, die ich dir vor einer Logogestaltung stelle.

Wenn du mit einem Designer zusammenarbeitest, achte darauf, dass diese oder ähnliche Fragen zu Beginn gestellt werden. Mit diesen Informationen lernt dein Designer dich, dein Unternehmen, deine Wettbewerber und Zielgruppe kennen.

« zurück zur Übersicht
Gestaltung deines Logos - Designprozess von A-Z

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben