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Deine Visitenkarte – Gestaltungstipps und Hilfe bei der Formatwahl

von Nicole van Meegen, 30.04.2019
von Nicole van Meegen, 

Anhand des »Visitenkarten Tisch Tests« zeige ich dir, warum ein durchgängiges Corporate Design für die Vorder- und Rückseite deiner Visitenkarte wichtig ist.

Du bekommst Design Tipps damit deine Visitenkarte gut lesbar ist und Anregungen, welche Informationen auf der Karte sinnvoll sind.

Ich liefere dir eine Pro und Contra Übersicht, die dich bei der Formatwahl für deine Visitenkarte unterstützt.

Der »Visitenkarten Tisch Test«

Kürzlich war ich bei einem Netzwerktreffen. Bei einem Gespräch mit einem Netzwerkpartner sah ich neben ihm auf dem Tisch einige Visitenkarten liegen.

Auf manchen war ein Bild in sanften Farben und rote und weiße Schrift zu sehen. Auf anderen sah ich Farbflächen mit einer schlichteren Schrift. Beide Kartenvarianten hatten unterschiedliche Farbstimmungen und verschiedene grafische Stile.

Meine Annahme: Die einen sind wahrscheinlich seine eigenen Karten und die anderen sind Karten eines anderen Netzwerkers, der gerade nicht am Tisch ist.
Im Gespräch stellte sich jedoch heraus: Es sind alles die gleichen Karten – und zwar seine eigenen. Doch Vorder- und Rückseite zeigten kein einheitliches Corporate Design, darum habe ich nicht erkannt, dass sie zusammen gehören.

Bei Netzwerktreffen, Messen und Co. liegen Visitenkarten oft so zufällig »wie hingestreut« auf der Rückseite oder der Vorderseite.
Achte darauf, dass dein Corporate Design auf beiden Seiten deutlich zu sehen ist. Sprich die Farben, Schriftarten und der grafische Stil sind aus einem Guss.
Dann ist sofort klar, dass diese Visitenkarten Seiten zu ein und derselben Person gehören. Und jeder kann deine Visitenkarte eindeutig mit dir und deinem Unternehmen in Verbindung bringen.

Design Tipps für die Gestaltung deiner Visitenkarte

Ist deine Visitenkarte auch für Personen mit schwächeren Augen gut lesbar?

Wenn du kleine Schrift auf deiner Visitenkarte verwendest bleibt viel Luft im Layout und die ganze Visitenkarte wirkt edel …
Doch deine potenziellen Kunden und deine Netzwerkpartner haben eventuell eine weniger gute Sehstärke. Ermögliche ihnen mit einer angenehmen Schriftgröße das entspannte Lesen.

Auch hier kannst du wieder eine Art Tisch-Test machen. Lege deine Visitenkarte vor dich auf einen Tisch und lehne dich zurück. Kannst du jetzt noch alles gut lesen, was auf der Karte steht?

Einen ähnlichen Leseabstand hat auch die Person, der du die Karte in die Hand gibst. Die Texte sollen ohne Anstrengung gelesen werden können. Auch für Visitenkarten gilt eine Art Fernwirkung.
OK, die »Ferne« (sprich der Abstand zur Karte) hält sich hier in Grenzen ;). Aber du verstehst was ich meine.

Wähle also eine Schriftart und Schriftgröße, die auch »im Vorbeischauen« gut lesbar ist.

Farbkontraste auf deiner Visitenkarte – für alle Lichtverhältnisse gerüstet

Gute Farbkontraste sind für alle Designs in deinem Marketing wichtig. Das gilt für deine Website, deine Flyer und natürlich für deine Visitenkarten.
Nicht jeder Netzwerkraum ist hell erleuchtet. Oder vielleicht triffst du deinen Wunschkunden in einem gemütlichen Restaurant mit Schummerlicht.

Mach es ihm mit klaren Farbkontrasten so leicht wie möglich, alle Informationen gut zu erkennen.

Der Textinhalt deiner Visitenkarte.
Verknappung?
Informationsfülle?
Oder der goldene Mittelweg?

Der Inhalt deiner Visitenkarte kann am besten in wenigen Sekunden erfasst werden, wenn du dich auf das Nötigste beschränkst.
Informationen wie Name, Adresse, Telefon, E-Mail und Website sind sicherlich wichtig. Die Adresse kann in manchen Fällen – je nach Tätigkeit – sogar entfallen.

Frage dich einfach  »welche Informationen sind mir am wichtigsten« und »welche benötigt meine Zielgruppe auf jeden Fall«.
Sorge für Verknappung, für eine geschärfte Aussage, dafür, dass die Essenz bleibt.

Die W-Fragen können dir sehr gut helfen, im Vorhinein alle wichtigen Infos zusammenzustellen:

  • Wer bietet an? (Dein Name, Logo, Firmenname)

  • Wo finde ich dich? (Website, Soziale Netzwerke, Postadresse)

  • Was bietest du an? (Deine Leistung)

  • Welchen Nutzen bietet mir deine Leistung?

  • Wann kann ich dich erreichen? (Bei manchen Tätigkeiten ist es durchaus sinnvoll, die Öffnungszeiten mit dazuzuschreiben.)

  • Wie kann ich dich sonst erreichen (E-Mail-Adresse, etc.)


Zum Thema W-Fragen habe ich auch einen ausführlichen Blogartikel geschrieben. Darin geht es speziell um deine Webseite. Die W-Fragen lassen sich auf alle deine Marketingunterlagen anwenden.

Solltest du deine Social Media Profile auf deiner Vistitenkarte nennen?

Ich finde Social Media Profile sind ein wichtiger Bestandteil deiner Visitenkarte. Denn so werden deine neuen Netzwerkkontakte animiert, sich direkt auch online mit dir zu vernetzen.
Schreibe nur die Social Media Profile auf die Karte, in denen du zuverlässig und regelmäßig anzutreffen bist. Wo kommunizierst du am liebsten?
Es kommt nicht darauf an besonders viele Kanäle zu zeigen, sondern die, die zu dir passen.

Ein Foto von dir auf deiner Visitenkarte? Passend oder unpassend?

Auf meiner Visitenkarte habe ich (integriert in mein Logo) ein Foto von mir platziert. Es ist ein kleines Foto. Doch es ist gerade noch groß genug um einen ersten Eindruck von mir zu bekommen.

Das Foto verwende ich auch in allen Social Media Profilen und auf meiner Website. So wird der Wiedererkennungseffekt nochmal gestärkt.
Ich persönlich finde, für Solo-Unternehmer ist es absolut legitim, ein Foto auf der Visitenkarte zu zeigen.
Es hilft auch jedem, der nicht so gut im Namen merken ist und baut eine optische Verbindung zu dir auf.

Vielleicht hat dein Foto sogar einen speziellen Hintergrund, einen farbigen Hingucker oder ist auf andere Art einfach markant.

Dein Kunde oder Netzwerkpartner, dem du deine Visitenkarte gibst, steht natürlich immer im Vordergrund. Soll heißen, er oder sie ist die wichtige Person, auch wenn alle Daten auf deiner Karte sich natürlich auf dich beziehen.
Daher platziere das eigene Foto nicht zu groß, es sei denn du bist Fotomodell, Schauspieler, Künstler ... :).

Fotomotive und Bilder auf deiner Visitenkarte

Wenn du Bilder auf deiner Visitenkarte verwendest, achte darauf, dass sie zum Stil deines Corporate Designs passen und nicht eine völlig neue Stimmung und Farbwelt mitbringen.
Die reine Information über dich und deine Kontaktdaten sind das Wichtigste auf der Visitenkarte.
Designelemente und Bilder können die Wirkung der Karte verstärken, dürfen die Textinformationen jedoch nicht einengen oder überfrachten.

Welches Format soll deine Visitenkarte haben?

Vor kurzem habe ich die simple Frage in Social Media gepostet, ob meine Leser eher querformatige oder hochformatige Visitenkarten Designs mögen.
Darüber entstand eine recht ausführliche Diskussion.

Hochformat wirkt manchmal schlanker und eleganter. Doch lange Namen oder E-Mail-Adressen lassen sich darauf nicht gut (oder nur sehr klein) darstellen.
Querformat ist die häufigste Gestaltungsform. Das liegt unter anderem daran, dass die Textzeilen länger sein können (eben zum Beispiel für E-Mail-Adressen).

Standardformat oder lieber ungewöhnlich?
Die Übersicht.

Rege Diskussion hat auch die Frage ausgelöst, ob das Standardformat von 85 x 55 cm besser ist, oder ob ein auffälliges Format viel besser den Sinn einer Visitenkarte erfüllt.

Bevor du dich entscheidest, ob du das normale Visitenkarten Format (85 x 55 mm) oder ein außergewöhnliches Format wählst, schau dir die folgende Gegenüberstellung an. Sie zeigt dir die Vor- und Nachteile von beiden Varianten.

Außerdem hilft die folgende Übersicht dir auch zu beurteilen, ob eine dünne Visitenkarte (mit Vorder- und Rückseitengestaltung), oder eine dickere mit mehreren Seiten sinnvoll ist.

Standardformat 85 x 55 mm

Pro:

  • passt in jede gebräuchliche Visitenkarten Hülle und in Geldbörsen

  • bei Netzwerkveranstaltungen kann sie gut zusammen mit anderen Karten in der Hand gehalten werden

  • durch ein professionelles Design und eine ansprechende und auffällige Haptik kann sie sich von anderen Karten abheben und in Erinnerung bleiben (Material, Oberfläche, runde Ecken)

Contra:

  • geht optisch in einer Sammlung verschiedener Visitenkarten eventuell unter, wenn das Design zu schlicht ist

Kleine und größere Formate (zum Beispiel quadratisch, rund, freie Form)

Pro:

  • fällt auf

Contra:

  • verschwindet im Stapel anderer Visitenkarten, wenn sie zu klein oder zu schmal ist

  • ist unhandlich, wenn sie größer als andere Visitenkarten ist (vor allem, wenn jemand verschiedene Visitenkarten gleichzeitig in der Hand hält – zum Beispiel bei Netzwerkveranstaltungen)

  • wird schnell aus einer Visitenkarten Sammlung aussortiert, da sie nicht in Standard Hüllen passt

Visitenkarten mit mehreren Seiten

Pro:

  • fällt auf

  • liegt eventuell besser in der Hand, da sie etwas schwerer ist

  • mehr Gestaltungsfreiraum

Contra:

  • vielen ist eine mehrseitige Visitenkarte zu dick (Ich habe sogar schon gehört, dass manche die Seite, auf der weniger Informationen stehen einfach abreißen und nur die andere Hälfte behalten … gruselige Vorstellung. Aber ein Stück weit nachvollziehbar, wenn man viele Visitenkarten in der eigenen Geldbörse verstauen möchte.)

  • die Karte ist eventuell zu dick, um bei Netzwerkveranstaltungen an eine große Visitenkarten Wand gepinnt zu werden. Ich kenne solche Wände von verschiedenen Veranstaltungen. Jeder Teilnehmer kann sich dort die Visitenkarten einfach abfotografieren. Wenn die Karte weder mit Pins noch mit Magneten an so einer Wand hält, ist das ärgerlich.

Was ist wichtiger?
Praktisch sein und gut in der Hand liegen?
Oder Auffälligkeit?

Entscheide selbst, was für dich und deine Zielgruppe ausschlaggebend ist.

Brauchst du Unterstützung bei der Gestaltung deiner Visitenkarte?
Dann kontaktiere mich gerne für ein kostenfreies Erstgespräch.

Eine Übersicht und Kostenkalkulation für Visitenkartengestaltung findest du hier.

 

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Hallo, ich bin Nicole van Meegen

Als Corporate- und Webdesignerin unterstütze ich Selbstständige und KMU. 

Mit einem einheitlichen Erscheinungsbild zeigst du auf den ersten Blick die Professionalität deines Unternehmens. Das weckt Vertrauen. Interessenten werden leichter zu Kunden.

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